Jackalope Fuzz Review [GER]

Jeder Gitarrist kennt sie, die Suche nach dem “Holy Grail”, dem perfekten Fuzz. Schon einmal vorweggenommen: Meine Suche endet erstmal hier.

Zu meiner Person: Ich bin Mitte 20, spiele Rhythm-Guitar und bin ein Pedal-Geek!

Ich hatte schon reichlich Kontakt zu Fuzz-Pedalen, von Bodentretern von der Stange, bis hin zu edlen Boutique Pedalen, auf meinem Brett haben sich schon zig Zerren getummelt, unter anderem auch der Fuzzly Bear von KMA-Machines und der kommt da so schnell auch nicht mehr weg. Denn gerade als Rhythmus Gitarrist hat man mit Zerren immer ein Problem: Akkorde!

Ich hatte, wie gesagt, schon viele Treter unter meinen Füßen und alle waren auch brauchbar, aber ich war nie zu 100% zufrieden mit meinem Live Sound. Entweder war der Fuzz-Effekt viel zu fett, oder viel zu dünn. Gerade bei Akkorden zermatscht der Klang sehr schnell, wenn er unter zu viel Gain leidet, aber trotzdem will man ja ordentlich durch die Riffs brettern und nicht wie SRV jeden Ton einzeln „twangen“ (no offense, ein Meister seines Faches, aber ihr versteht mich) und genau da setzt der Fuzzly Bear mit seinen Pranken an.

Gain:

Mit dem Gainregler ganz links bekommen wir einen Crunch Sound á la Jack White, mittig den typischen Kyuss/Fu Manchu Stoner Fuzz und ganz nach rechts können wir den doomigen Electric Wizard höchst persönlich beschwören und das alles ohne den Klang zu zermatschen! Egal Welche Akkorde ich spiele, ich kann sie immer differenzieren und bekomme auch das aus der Box, was ich hören will.

Skin/Meat:

Fangen wir wieder ganz links an. Auf „Skin“ gestellt wir der Ton aggresiver, erinnert mich sehr an die Platten Ende der 60er/frühe 70er, Jimmy Page lässt grüßen. In der Mitte gibt es soliden Fuzz mit einer Menge Sustain, weiter rechts wird es dann immer fieser, fetter und sumpfiger, die Jungs aus der NOLA-Szene würden sich freuen!

Volume:

Dazu muss ich wohl nichts sagen…

Octave Effekt:

Der Octaver in diesem Pedal ist nicht ausschaltbar, da er keinen eigenen Schaltkreis besitzt, er ist also ein netter Nebeneffekt des Fuzz-Signals. Er ist dezent genug (aber immer noch hörbar!) und verleiht dem Fuzz sein besonderes etwas, ich würde ihn nicht missen wollen aber das ist ja bekannter weise Geschmackssache.

Insgesamt ist der Fuzzly Bear ein verdammt gutes Fuzz und das Beste, das ich bisher gespielt habe. Erinnert mich sehr an den Teisco Checkmate 25 Head (ja, genau den, den auch Mr. Homme auf dem Rated R Album spielte) mit dem ich letztes Jahr unser Album eingespielt habe. Das Pedal ist mit seinen drei Knobs super einfach zu bedienen und hat eine extrem angenehme Größe und nimmt nicht viel Platz auf dem Board ein.

Alle Liebhaber des Lo-fi Sounds oder Retro Fans sollten hier einmal einen näheren Blick riskieren, ihr werdet es nicht bereuen!

In Riffs We Trust
Fabe Van Fuzz